Hiker-Heaven und Casa de Luna

In dem kleinen Ort namens Agua Dulce existiert ein noch kleinerer Ort namens Hiker-Heaven.

Noch ist reichlich Platz da

Auf Meile 454,5 haben hier die Saufleys einen Anlaufpunkt für Hiker geschaffen, der keine Wünsche offen lässt. Ein Post-Office, Hiker-Boxen, ein kleines Party-Tent, einen Wohnwagen mit Duschen und Netflix und Amazon-Prime und… Ja, hier lässt es sich aushalten. Da sich mittlerweile viele Schuhe abgelaufen haben und man sich leicht Pakete zu diesem Ort schicken lassen kann, ist in einer Ecke des Gartens ein provisorischer Schuhfriedhof entstanden. Viele dieser Treter sind zwar in einem besseren Zustand als meine Trail-Runner, aber gut. Ist ja nicht mein Geld.

Das ist mal eine Sammlung

Agua Dulce ist ansonsten ein recht verschlafener, kleiner Ort. Natürlich haben wir die örtliche Pizzaria und den Mexikaner einen Besuch abgestattet und nach viel zu viel Essen und Soft-Drinks haben wir uns einen Tag später auf den Weg nach Green Valley, zur Casa de Luna gemacht.

Das Wetter wurde an dem Tag übrigens auch noch recht bescheiden.

Die erste und wohl nicht letzte Pfütze im Zelt

Casa de Luna ist ebenfalls ein von Trailangel organisierter Ort, der sich durch einen kleinen Wald hinter dem Haus auszeichnet, in dem man campen kann. Viele ehemalige Hiker haben hier Weisheiten auf Steine gemalt und diese im Wald verteilt.

Accept Herpes

Außerdem bekommt jeder Neuankömmling ein Hawaiishirt ausgehändigt (da das hier der „entspannteste Ort des Trails“ ist). Zudem verläuft jeder Abend in Casa de Luna gleich. Einige Freiwillige und Terry Anderson – ihr gehört das Anwesen – bereiten für alle Hiker Taco-Salat vor. Geschmolzener Käse, Chips, Tomaten, Zwiebeln, und, und, und… Das klingt erst einmal ekelig, schmeckt aber erstaunlich gut und hat vorallem einiges an Kalorien. Die letzte Waage hat angezeigt, dass ich in einem Monat etwa 7 Kilo abgenommen habe und ich will mich nicht drüber beschweren.

Morgens macht „Who’s your daddy“ (Trailname, und einer der Freiwilligen) für alle Pancakes. Mit Butter und Sirup hat auch diese Mahlzeit einiges an Wumms und bereitet uns etwas auf die nächsten Tage vor. Uns stehen etwa 40 Meilen bis ‚Hiker-Town‘ bevor. Da wir gerade noch so viel Verpflegung haben um dort hin zu kommen wird dort auf jeden Fall ein Resupply-Tag eingelegt.

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