Es wird immer deutlicher, dass wir die Wüste hinter uns lassen. Die Landschaft wird felsiger, die Luft wird kühler und irgendwann entdecken wir Schnee auf den entfernten Berggipfeln. Kennedy Meadows wird der Ort sein an dem wir den Trail verlassen um wieder zurück nach Deutschland zu fliegen.

Tatsächlich besteht Kennedy Meadows eigentlich nur aus einen General Store und der Bar ‚Grumpy Bear‘, welche beide von Hikern belagert werden, die sich entweder noch nicht in die Sierras trauen, oder nach Oregon fahren um andere Sektionen vom Trail zu wandern. Jeder Neuankömmling wird unter Applaus begrüßt und es gibt rechtlich gutes Essen und das ein oder andere Bier.

Wir bleiben zwei Tage in Kennedy Meadows. Da der Ort recht abgeschieden ist, kommen nur selten Autos vorbei. Über Facebook haben wir aber tatsächlich Menschen finden können, die uns nach Ridecrest fahren. Von dort soll es nach Vegas gehen. Es war zwar nie geplant von dort zu fliegen, war aber die günstigste Option. Erstaunlicher Weise finden wir auch einen Trail-Angel, mit dem wir kostengünstig mitfahren können. Meagan muss ohnehin nach Vegas um von dort aus nach Florida zu fliegen (wegen einer Hochzeit) und würde uns mitnehmen, wenn wir sie in Ridgecrest zum Essen einladen. Die Alternative wären entweder mindestens 9 Stunden Bus fahren, oder 200 Dollar für einen anderen Fahrer. Da haben wir noch mal Glück gehabt.





