Höhenmeter. Die nächsten Tage nur Höhenmeter. Von 1077hm auf 2118hm, runter auf 1828hm, wieder hoch auf 2835hm, dann auf 2455hm um letztendlich von 2724hm auf 366hm zu gelangen. Aber wer zählt schon Höhenmeter, richtig? Mit der Höhe kommt auch der Wind. Dieser ist so penetrant, dass er mir schon in der ersten Nacht auf diesem Berg eine Zeltleine zerreißt. Ich bermerke das erst gegen 4 Uhr morgens und versuche die laut hämmernde Zeltplane mit Ohrenstöpseln zu ignorieren.
Mit der Höhe kommen aber auch die guten Aussichten und man, kann man hier weit schauen.

Dann endlich Schnee! Mal eine nette Abwechslung zu der Wüste. Da die Temperaturen tagsüber jedoch trotzdem in die 20 Grad klettern, schmilzt hier viel und es wird alles eine etwas zu rutschige und gefährliche Angelegenheit. Das gute an der Sache: Wir müssen nicht 4 bis 6 Liter Wasser mitnehmen, das Schmelzwasser formt immer mal wieder Bäche.
Die Luft wird immer dünner und die Höhenmeter machen uns zu schaffen. Als wir aber endlich an der Nordseite des Berges angekommen sind, gilt es nur noch bergab zu laufen. Da hier jedoch die Sonne nur bedingt auf den Berg trifft, kommt es immer wieder mal zu mehr oder weniger freiwilligen Rutschpartien. Trotz Microspikes wird es eine Mischung aus wirklich spaßiger und ernstzunehmender Angelegenheit.

Mal bricht mal hüfthoch während des Gehens ein, mal kann man einige Meter auf seinem Allerwertesten überbrücken:
Letztendlich schaffen wir es jedoch größtenteils wohlbehalten runter (die Gelenkschmerzen und verbogene Trekkingstöcke sind hier mal auszuschließen) und wir schaffen es sogar zu einem neuen Meilenstein:

Für die nächsten Tage sind nun wohl zwei „Neros“ (’nearly zeros‘ also keine echten Pausentage, aber weniger Meilen und mehr Pause als an normalen Tagen) geplant. Die Beine werden sich hoffentlich bedanken.