Die letzte Nacht war eine echte Katastrophe. 7 von 9 Heringe sind wegen diversen Sturmböen aus dem grobkörnigen Sandboden gezogen worden. Ab 3 Uhr saß ich im Zelt und hab versucht mich um windrichtung gegen das Innenzelt zu lehnen um wenigstens etwas die Zeltstangen zu schützen, die zwischendurch immer mal gefährlich nah gegen den Boden gedrückt wurden. Das letzte was man hier gebrauchen kann ist ein kaputtes Zelt. Nach ein paar Stunden fluchen bricht der Morgen an. Es bleibt aber auch den Tag über stürmisch.Wir gingen in ein Tal hinein, welches den Wind dann noch mehr bündelte. Dank des viel feineren Sandes fühlte sich das letzte Stück bis zum rettenden Highway an, als würde man gesandstahlt werden. Mit den reinsten Poren des Trails kamen wir mittags endlich an der Highwayunterführung an, die einerseits nach Cabazon, andererseits nach Palm Springs führt.Eine Stunde später saßen wir bei In-and-Out-Burger in Cabazon. Eine nette Frau, die unter der Unterführung Bier, Wasser und Chips für die hungrigen Hiker bereitgestellt hatte, hatte angeboten uns rüber zu fahren (so langsam kommt das Gefühl auf, der Trail führt von Burgerladen zu Burgerladen).

Unser Plan war es in einem Hotel in Cabazon zu übernachten. Da das Casino ‚Morongo‘ am nähesten war – und aus Mangel an Alternativen – checkten wir eben dort ein. Und das war mal ein Unterschied zu einem ruhigen Wanderweg. Überall Menschen, überall Lichter und überall Lärm. Dennoch könnte man sich ja mal an einen Automaten setzen.

Am nächsten Tag wird von dem Geld in Palm Springs bei einem Walmart eingekauft. Da dort ein echter Überschuss an Angebot herrscht, kaufen wir wieder für eine Woche ein. Der nächste Stop ist Big Bear Lake. 4 Tage entfernt.
